Neben der klassischen Flugzeug- und Passagierabfertigung als Kernprodukt eines Flughäfens, hat ein Flughafen viele weitere Produkte mit denen Einnahmen generiert werden. Diese zählen zum sogenannten Non-Aviation-Bereich. Dazu gehören:

  • eigene Verkaufsaktivitäten im Einzelhandel und in Gastronomiebetrieben inkl. Duty-free- und Travel-Value-Geschäften
  • Besuchereinrichtungen
  • Management von Flughafenimmobilien
  • Fluginformationsservice und Bereitstellung von Internetzugängen
  • Parkraumbewirtschaftung
  • Consulting-Tätigkeit für andere Flughäfen
  • Vermietung von Immobilien, Retail-, Veranstaltungs-, Büro und Werbeflächen,
  • Organisation von Veranstaltungen

Die Bedeutung dieses Sektors nahm in den vergangenen Jahren stetig zu, da sich Flughäfen zunehmen dazu gezwungen sehen andere Einnahmequellen als die Gebühren aus dem Aviation-Bereich zu suchen. Gründe hierfür sind zum einen der Druck von Seiten der Fluggesellschaften, da diese aufgrund des gesteigerten Wettbewerbs untereinander dazu gezwungen sind Kosten einzusparen und dies deshalb auch von den Flughäfen erwarten. Zum anderen werden die Passagiere immer erfahrener und informierter und verlangen deshalb einen höheren Service sowie ein gutes Preis-Leistungsverhältnis im kommerziellen Bereich des Flughafens. Der Wettbewerb zwischen den Flughäfen selbst, vor allem zwischen den Hub-Flughäfen, spielt dabei auch eine Rolle. Ein ansprechendes Angebot im kommerziellen Bereich kann bei Transferpassagieren die Wahl des Flughafens beeinflussen.

Verteilung des Non-Aviation-Umsatzes Weltweit in Prozent

Quelle: Airport Council International - North America (Hrsg.) 2015 ACI-NA Concessions Benchmarking Survey. Summary Results. vgl. http://www.aci-na.org/sites/default/files/2015_concessions_benchmarking_survey_results.pdf

Die Graphik zeigt die Verteilung des Non-Aviiation-Umsatzes der Flughäfen weilweit. Die Werte sind jeweils in Prozent angegeben. Den Größten Anteil der Einnahmen machen mit 27,7 Prozent die Einzelhandelslizenzen aus. Das Parkraummanagement stellt mit knapp einem Fünftel den zweitgrößten Umsatzblock dar. Knapp dahinter mit 18,3 Prozent ist das Immobilienmanagement einzuordnen. Die drei größten Einnahmequellen machen zusammen etwa zwei Drittel des Non-Aviation-Umsatzes aus. Die Einnahmen aus den Bereichen Autovermietung, Gastronomie, Werbung, Nebenkosten Benzin und Öl sowie Catering machen zusammen etwa ein weiteres Fünftel der Einnahmen aus. Die sonstigen Umsätze des Non-Aviation-Bereichs belaufen sich auf 13,7%.

Die regionalen Unterschiede der Umsatzsturktur im weltweiten Vergleich können Sie hier auf Seite 7 nachlesen.