Der bis 1992 für US-Militärzwecke genutzte Flughafen Frankfurt-Hahn (FFH) befindet sich in der strukturschwachen Region Rhein/Hunsrück, 120 km westlich von Frankfurt am Main. Nach der Umfunktionierung zum zivilen Passagier- und Luftfrachtflughafen zählt der Flughafen zu einem der am schnellsten wachsenden Flughäfen Deutschlands. 2008 wurden rund 3,9 Mill. Passagiere abgefertigt. Bis 2012 sollen die Passagierzahlen auf 8 Mill. ansteigen. Mit einem Luftfrachtaufkommen von 179.000 Tonnen zählt der Flughafen neben Frankfurt, Köln/Bonn und München zu einem der größten in Deutschland.



1999 siedelte sich die Billigfluggesellschaft Ryanair am Flughafen an. Seither gilt der Flughafen als Vorreiter für viele regionale Flughäfen in Deutschland sowie im europäischen Ausland. Deshalb bezeichnet sich der Flughafen auch selber als den ersten „Low Cost Airport“ Deutschlands. 2002 richtete die Fluggesellschaft Ryanair am Flughafen ihr erstes Drehkreuz in Deutschland ein. Neben dem Flughafen London Stansted bildet Hahn somit das wichtigste europäische Luftfahrt-Drehkreuz der Fluggesellschaft. 

Die Fraport AG, die lange Zeit rund 65 % des Flughafens besaß, trat im Januar 2009 ihre Anteile an das Land Rheinland-Pfalz zum symbolischen Preis von einem Euro ab. Der Flughafen gehört nun zu 82,5 % dem Land Rheinland-Pfalz und zu 17,5 % dem Land Hessen.

Die zivile Nutzung des ehemaligen Militärflughafens trägt in den letzten Jahren erheblich zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Region bei. Der Flughafen hat nicht nur eine Anbindung an die globale Wirtschaft ermöglicht, sondern auch eine Vielzahl an neuen Arbeitsplätzen geschaffen. Zudem wurde die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen erhöht und Wirtschaftsunternehmen an den Flughafen gebunden. Während im Jahr 1997 nur 650 Personen am Flughafen beschäftigt waren, ist die Zahl im Jahr 2007 auf 3.225 Personen angewachsen. Bis zum Jahr 2015 sollen rund 2.600 weitere Arbeitsplätze entstehen. Auch die Zahl der angesiedelten Unternehmen ist innerhalb der letzten zehn Jahre von 55 auf 116 gestiegen.

Um den wirtschaftlichen Erfolg des Flughafens weiter auszubauen und eine weitere Zukunft sicherzustellen, wurde in den letzten Jahren vor allem in den Ausbau der Infrastruktur investiert. Neben einer zweispurigen Zufahrtsstraße direkt zum Terminal und einer Cargo-Zufahrt wurde die Start- und Landebahn von 3.040 m auf 3.800 m erweitert. Der Ausbau der Vorfeldflächen sowie des Passagierterminals sind Projekte, welche in naher Zukunft realisiert werden sollen.

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